In der letzten Zeit bin ich wieder vermehrt auf dem Rückwärtstrip und konsumiere vermehrt Bücher. Vorallem haben es mir Gedichte angetan, auf Wikisource findet man ja jede Menge davon. Unter anderen auch die ganz bekannten deren Rechte schon lange abgelaufen sind so wie dieses hier welches ich nun nicht mehr vorstellen muss.
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? —
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? —
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. —
„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ —
Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? —
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. —
„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ —
Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? —
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. —
„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ —
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! —
Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.
Den Erlkönig von Goethe kennt nun wirklich jedes Kind, aber da gibts noch tausende Perlen die vergessen in irgendwelchen Archiven ruhen. So wie etwa das Gedicht vonJoachim Ringelnatz wo er über einen Handschuh berichtet:
Fand meinen einen Handschuh wieder
Als ich den einen verlor,
Da warf ich den andern ins Feuer
Und kam mir wie ein Verarmter vor.
Schweinslederne sind so teuer.
Als ich den ersten wiederfand:
Shake hands, du ledernes Luder!
Dein eingeäscherter Bruder
Und du und ich –: Im Dreiverband
Da waren wir reich und mächtig.
Jetzt sind wir niederträchtig.
Aber so ab und zu schreibe ich auch selbst mal eins nur für mich allein. Hatte bisher nicht den Mut eines zu veröffentlichen. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
Und zu guter letzt wären da noch die Brüder Grimm zu erwähnen deren Geschichten mittlerweile auch freies Allgemeingut sind.
Geschichten und Gedichte sind für mich immer wieder ein wunderbares Mittel dem dem gigantischen Medienschrott ein bisschen zu entkommen und mich auf die alten Werte zurück zu besinnen. Und zu mir selbst zu finden.
12.08.2011
18.07.2011
Afterworkparty
Nein, ich bin nicht der Typ für sowas. Aber manchmal an gewissen Abenden geh ich nach der Arbeit in unser Pup und stosse an auf den Feierabend mit mir allein mit einem würzigen Kilkenny. Ja so ab und zu muss das einfach sein, ein gutes Bier und dann ein wenig seinen Gedanken nachhängen.
Und den vergangenen Busfahrertag noch einmal revue passieren zu lassen. Aber eben, es soll nicht zur Gewohnheit werden nur so ab und zu zum genussvollen Abschalten nach einem stressigen Tag.
Einen schönen Abend wünsch ich.
Und den vergangenen Busfahrertag noch einmal revue passieren zu lassen. Aber eben, es soll nicht zur Gewohnheit werden nur so ab und zu zum genussvollen Abschalten nach einem stressigen Tag.
Einen schönen Abend wünsch ich.
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11.07.2011
Google startet durch
Jetzt will es also auch Google noch einmal wissen. Nach den beiden Megaflops Google Wave und Google Buzz nimmt der Suchmaschinenriese also einen neuen Anlauf um Facebook an den Karren zu fahren. Und diesmal sieht es gar nicht so schlecht aus dass es gelingen könnte einen grossen Wurf zu landen. Da ich leider noch keine Einladung zu Google Plus erhalten habe, kann ich persönlich nicht so viel dazu sagen. Aber der erste Eindruck den man in einigen Videos erhält sieht vielversprechend aus. Sehen wir mal wie sich das Ding so entwickelt.
10.07.2011
Sommerfahrplan
Und wieder ist er da, der Sommerfahrplan und dies bedeutet zwar etwas längere Arbeitstage, doch die Arbeitswoche hat dann jeweils nur vier Tage.
Das will heissen, vier zwei anstatt fünf eins, fünf eins, vier zwei wie das Jahr hindurch. Auch die Zusatzkurse für die Schulen fallen aus.
Alles in allem, es geht ein wenig gemütlicher zu. Allerdings stelle ich in den vergangenen Jahren auch eine zunehmende Tendenz fest die Ferien Zuhause zu verbringen und dies bedingt auch mehr Verkehr in der Stadt. Und die verbliebenden Fahrgäste sind dann auch des öftern mürrisch und schlecht gelaunt.
Ob da wohl ein spezielles Bus Ferienprogramm die Stimmung heben würde kann ich nicht sagen, aber versuchen könnte man es ja.
12.06.2011
Netzperlen
Ich habe wieder mal ein wenig gestöbert auf meiner Lieblingsseite Archive.org und habe wunderschöne Sachen ausgegraben, zum Beispiel hier Bolero von Ravel. Aber das ist noch nicht alles, da hat es wahre Schätze von der Audioaufnahmen über Bücher bis zu wunderbaren alten Filmen. Und alles ist völlig frei verfügbar da die Rechte dieser Autoren abgelaufen sind. Gerade habe ich lustige Gedichte von Wilhelm Busch gelesen. Der hatte mehr drauf als nur Max und Moritz. Auch viele Werke bekannter Schweizer Klassiker sind hier zu finden wie etwa Jeremias Gotthelf. Ich kann euch nur aufordern in dieser Schatzkammer mal rum zu stöbern. Bestimmt findet ihr etwas für euch. Die Welt ist voller Schätze, man muss sie nur sehen wollen. Manchmal liegen sie vor der Nasenspitze. Je älter ich werde umso mehr beginne ich diese Sachen zu schätzen, beginne ihren wahren Wert zu erkennen.
Das die alten Klassiker durchaus auch die Fantasie anregen beweist uns Jens der Ohrenblicker. Er hat nähmlich Johann Wolfgang von Goethes Gedicht "Der Zauberlehrling" unter der Dusche rezitiert. Das Resultal lässt sich hören.
Das die alten Klassiker durchaus auch die Fantasie anregen beweist uns Jens der Ohrenblicker. Er hat nähmlich Johann Wolfgang von Goethes Gedicht "Der Zauberlehrling" unter der Dusche rezitiert. Das Resultal lässt sich hören.
06.06.2011
Busblog Reloaded
Habe gerade mit Schrecken festgestellt dass ich schon lange nichts mehr gepostet habe in meinem Blog. Dafür habe ich fast nur noch auf Facebook getextet. Nun, ich möchte wieder zu meinen Wurzel und meinem geliebten Busblog zurückkehren. Es ist halt auch mein Kind dass mittlerweile schon vier Jahre alt ist. Soll jetzt aber nicht heissen das ich nichts mehr ins blaue Büchlein schreibe.
Ich hatte letzthin viele Diskussionen mit verschiedenen Leuten betreffend Facebook und Co. Es beginnt sich Widerstand zu regen. Der Datenschutzgedanke setzt sich (endlich) langsam durch, aber bereits wird wieder weit übers Ziel geschossen. Jetzt wird verteufelt was das Zeug hält. Nach deren Meinung sollte man kein einziges Bild und Buchstaben mehr veröffentlichen im Netz. Und überhaupt seinen dies alles abgedrehte Spinner und Selbstdarsteller die Sachen ins Internet stellen.
Zu gewissen Vorwürfen muss ich meinen Kollegen recht geben, manche stellen wirklich jeden Sch.... ins Netz und wundern sich dann wenn ihr Umfeld oder Arbeitgeber reagiert. Wenn ich etwas veröffentliche, gleich wo und wie ,so muss ich auch Verantwortung dafür übernehmen. Ich bemühe mich immer wieder Inhalte von denen ich glaube dass sie andere interessieren oder sie sonstwie weiterbringen kann. Die Privatsphäre ist auch immer ein grosses Thema. Man muss sich immer wieder fragen wie weit man gehen will und wie viel man von sich preisgeben will. Doch ich glaube dass ich dies ziemlich gut im Griff habe. Sollte jemand meiner Leser nicht dieser Meinung sein, ich bin für eine Diskussion offen.
Mein Fehlen in der letzten Zeit könnte auch daher kommen dass ich wieder ein altes Hobby neu entdeckt habe, nämlich das Lesen. im Moment lese ich etwa zwei Bücher pro Woche, Tendenz steigend ;-)
Ich hatte letzthin viele Diskussionen mit verschiedenen Leuten betreffend Facebook und Co. Es beginnt sich Widerstand zu regen. Der Datenschutzgedanke setzt sich (endlich) langsam durch, aber bereits wird wieder weit übers Ziel geschossen. Jetzt wird verteufelt was das Zeug hält. Nach deren Meinung sollte man kein einziges Bild und Buchstaben mehr veröffentlichen im Netz. Und überhaupt seinen dies alles abgedrehte Spinner und Selbstdarsteller die Sachen ins Internet stellen.
Zu gewissen Vorwürfen muss ich meinen Kollegen recht geben, manche stellen wirklich jeden Sch.... ins Netz und wundern sich dann wenn ihr Umfeld oder Arbeitgeber reagiert. Wenn ich etwas veröffentliche, gleich wo und wie ,so muss ich auch Verantwortung dafür übernehmen. Ich bemühe mich immer wieder Inhalte von denen ich glaube dass sie andere interessieren oder sie sonstwie weiterbringen kann. Die Privatsphäre ist auch immer ein grosses Thema. Man muss sich immer wieder fragen wie weit man gehen will und wie viel man von sich preisgeben will. Doch ich glaube dass ich dies ziemlich gut im Griff habe. Sollte jemand meiner Leser nicht dieser Meinung sein, ich bin für eine Diskussion offen.
Mein Fehlen in der letzten Zeit könnte auch daher kommen dass ich wieder ein altes Hobby neu entdeckt habe, nämlich das Lesen. im Moment lese ich etwa zwei Bücher pro Woche, Tendenz steigend ;-)
02.05.2011
Vom heiligen Duft und anderen Dingen
An dieses Wochenende wird man sich noch lange erinnern. Zuerst die Hochzeit von William und Cate, dann am Sonntag die Seligsprechung von Johannes Paul dem Zweiten und zu guter letzt noch die angekündigte Ermordung von Osama bin Laden.
Doch schön der Reihe nach. Ich kann das gut verstehen dass die Welt nach all diesen Schreckensmeldungen aus Japan und Libyen mal etwas anderes sehen wollte. Ich habe auch ein oder zwei Blicke auf diesen Anlass geworfen und zähle hiermit also auch zu dem Viertel Menschheit die den Anlass anschauten. Aber ich möchte mich eigentlich nicht mehr gross äussern über dieses Hochzeitsfest weil eigentlich dazu schon alles gesagt, geschrieben oder sonstwie veröffentlicht wurde. Und es ineressiert mich eigentlich auch nicht gross. Ich habe es nur erwähnt im Zusammenhang mit den beiden anderen Vorkommnissen.
Da wäre noch die Seligsprechung von Johannes Paul dem Zweiten durch Papst Benedikt am gestrigen Sonntag. In der Rekordzeit von sechs Jahren wurde dieses Verfahren, welches sonst eigentlich Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauert, durchgezogen. Papst Benedikt meinte bereits an den Begräbnisfeierlichkeiten von Papst Johannes sei ein Duft von Heiligkeit da gewesen. Hatte da etwa ein genialer Parfumeur seine Hand im Spiel? Ups, habe ich etwa gerade eine neue Verschwörungtheorie erschaffen?
Und heute schlagen mir alle möglichen Medien die Nachricht von Osama bin Ladens Tod um die Ohren, und alle meine inneren Glocken schlagen Alarm. Soll ich dieses ganze Theater etwa glauben? Zu sehr fühlt sich das Ganze an wie ein inszeniertes Theaterstück. Und wir sollen wieder alles brav schlucken. Ich denke mal das bin Ladens Tod vielen Leuten gerade jetzt in den Kram passt. Präsident Obama zum Beispiel, wegen seinem Wahlkampf im nächsten Jahr, oder der amerikanischen Wirtschaft die langsam vor die Hunde geht. Und natürlich auch jenen die jetzt wegen drohenden Racheakten noch mehr Überwachung und Eingriff in die Privatsphäre der Bürger fordern.
Und einmal mehr sind wir denkenden Bürger gefordert hinter die Kulisse dieses Welttheaters zu schauen und die wirklichen Wahrheiten dahinter zu erkennen. Es gelingt uns nicht immer, aber immer besser.
Doch schön der Reihe nach. Ich kann das gut verstehen dass die Welt nach all diesen Schreckensmeldungen aus Japan und Libyen mal etwas anderes sehen wollte. Ich habe auch ein oder zwei Blicke auf diesen Anlass geworfen und zähle hiermit also auch zu dem Viertel Menschheit die den Anlass anschauten. Aber ich möchte mich eigentlich nicht mehr gross äussern über dieses Hochzeitsfest weil eigentlich dazu schon alles gesagt, geschrieben oder sonstwie veröffentlicht wurde. Und es ineressiert mich eigentlich auch nicht gross. Ich habe es nur erwähnt im Zusammenhang mit den beiden anderen Vorkommnissen.
Da wäre noch die Seligsprechung von Johannes Paul dem Zweiten durch Papst Benedikt am gestrigen Sonntag. In der Rekordzeit von sechs Jahren wurde dieses Verfahren, welches sonst eigentlich Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauert, durchgezogen. Papst Benedikt meinte bereits an den Begräbnisfeierlichkeiten von Papst Johannes sei ein Duft von Heiligkeit da gewesen. Hatte da etwa ein genialer Parfumeur seine Hand im Spiel? Ups, habe ich etwa gerade eine neue Verschwörungtheorie erschaffen?
Und heute schlagen mir alle möglichen Medien die Nachricht von Osama bin Ladens Tod um die Ohren, und alle meine inneren Glocken schlagen Alarm. Soll ich dieses ganze Theater etwa glauben? Zu sehr fühlt sich das Ganze an wie ein inszeniertes Theaterstück. Und wir sollen wieder alles brav schlucken. Ich denke mal das bin Ladens Tod vielen Leuten gerade jetzt in den Kram passt. Präsident Obama zum Beispiel, wegen seinem Wahlkampf im nächsten Jahr, oder der amerikanischen Wirtschaft die langsam vor die Hunde geht. Und natürlich auch jenen die jetzt wegen drohenden Racheakten noch mehr Überwachung und Eingriff in die Privatsphäre der Bürger fordern.
Und einmal mehr sind wir denkenden Bürger gefordert hinter die Kulisse dieses Welttheaters zu schauen und die wirklichen Wahrheiten dahinter zu erkennen. Es gelingt uns nicht immer, aber immer besser.
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