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18.02.2010

Wo ist die Fahnenspitze ?

Immer mehr Funktionen, Buzz, Twitter, Facebook, Myspace usw... Und alle diese Dienste sind hungrig, nach Daten, Bildern, Videos, sie wollen ständig gefüttert werden . Wo hört dies alles auf, fragt sich mancher. Es hört nicht auf. Das hört nie mehr auf. Die Grenze sind jetzt wir, die Blogger, Twitterer, Facebookler oder was auch immer.Wir müssen entscheiden wie weit wir uns verzetteln wollen, was wir wo veröffentlichen wollen.Wieviel Zeit wir in diese Social Netzwerke investieren wollen. Und dann kommt man unweigerlich zur Frage wieviel Zeit will ich der Onlinewelt opfern und wieviel will ich für mich selbst nehmen? Was ist mir in meinem Leben wichtig? Ich will jetzt nicht dem ganzen den Rücken zudrehen,oder alles verteufeln. ich bin ja auch ein eifriger Nutzer all dieser Angebote. Aber es ist sicher sinnvoll sich ab und zu mal ein paar Gedanken machen und Dinge zu hinterfragen.
In diesem Zusammenhang kommt mir das Märchen Momo von Michael Ende in den Sinn. Die grauen Herren die überall sind und den Menschen ihre Zeit abluchsen. Sind nicht alle diese Netzwerke die grauen Herren unserer Zeit?

13.02.2010

Geschichten hinter den Fassaden

Bei meiner Fahrt heute morgen durchs winterliche Fribourg ist mir dieser Balkon aufgefallen. Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, dass er die Nachricht seine Kinder zu sehen auf den Balkon hängt. Da steht wörtlich geschrieben, "Repose en Paix, je veux mes 3 enfants" ( Ruhe in Frieden, ich will meine 3 Kinder ) und das zerschnittene Schweizerwappen soll wohl zeigen dass dieser Mensch das Vertrauen in den Rechtsstaat vollkommen verloren hat. Schicksale die man sonst normalerweise nicht sieht. Alles wird sonst bei uns Schweizern hinter schönen Fassaden versteckt.

Der Weg aller Wege

Ich weiss nicht wieso, aber er läuft mir sozusagen von Zeit zu Zeit über den Weg. Das kommt vielleicht auch daher dass ich fünfzig Meter von ihm weg wohne. Ich spreche natürlich vom Jakopsweg der jedes Jahr tausende Menschen verschiedenster Herkunft anzieht. Auch auf mich übt dieser jahrtausend alte Pilgerweg eine ganz spezielle Faszination aus obwohl ich doch fast gar nicht religiös bin. Ich denke das hat auch nicht viel mit dem Glauben an eine Religion zu tun. Wir alle sind doch in unserem Herzen irgendwie Nomaden geblieben. Und in bestimmten Situationen in unserem Leben müssen wir uns wieder unserem inneren Nomaden bewusst werden. Denn wenn wir unterwegs sind finden wir wieder zu uns und unseren Wurzeln. Ich will mir hier nicht anmassen für alle zu sprechen. Der Camino hat für jeden der ihn begeht eine andere Bedeutung. Und so wird es wohl auch für mich sein. Denn ich werde ihn auch machen, eines Tages, irgendwann. Dann werde ich einfach loslaufen. Man sagt der Camino sei wie dass Leben. Man lebe alle Phasen seines Lebens noch einmal durch, von der Jugend an bis zum Alter.
Nehmt euch doch die Mühe mal alle acht Teile dieser Dokumentation anzusehen, sie ist wirklich interessant. Und alle die Reiseberichte suchen, habe ich hier , hier und hier etwas gefunden.