04.07.2015

Mörderhitze

Seit einigen Tagen haben wir eine Hitze dass sich die Balken biegen. Wenn ich Glück habe erwische ich einen Bus mit Klimaanlage, doch ab und zu erhalte ich halt doch eine Uralkiste ohne Klima. Und dann heisst es mächtig schwitzen und trinken was das Zeug hält. So vier bis sechs Liter gehen an so einem Sommertag schon drauf. Da lobe ich mir die vielen alten Stadtbrunnen mit ihrem frischen kühlen Wasser.
Nach einem achtstündigen Busfahrertag ist man Abends meist geschafft. Die Uniform klebt am Körper und man fühlt sich wie ein ausgewrungener Wischmob. Da pflichten mir sicher viele Busfahrerkollegen bei.

31.05.2015

Meine Hummeltankstelle

Nachdem der Rododendron einige Jahre nicht mehr blüte scheint dieses Jahr wieder mal Blütenpracht angesagt zu sein, aber vielleicht liegt es auch nur daran dass ich etwas mehr Dünger als sonst verfüttert habe als sonst. Auf alle Fälle muss ich ihm nach der Blütenzeit endlich einen grösseren Topf spendieren.

15.01.2015

Chaoswelt

Das Jahr ist noch jung und schon erdrückt es uns mit all diesen Dramen die innert ein paar Tagen über uns herein brachen. Sprachlos lesen wir all die schrecklichen Nachrichten von all diesen schlimmen Dingen die in unserer Welt passieren. Und ich stehe hilflos da und kann nichts tun als all dies in mich aufzunehmen und versuchen es irgendwie zu verarbeiten. Aber dann kommt mal der Moment wo man genug hat von all dem Leid und Hass. Jeder Mensch erreicht irgendwann mal diesen Punkt und dann muss man einfach irgendwie den Ausgang finden und sich ausklinken sonst zerbricht man an dieser gewaltigen Flut.Ich muss beginnen zu verarbeiten, mit Text, Bild und Ton, dem Wahnsinn ein Gesicht geben damit man es richtig begreifen kann. Viel zu lange habe ich meine kreative Seite vernachlässigt, dabei wäre es die beste Medizin um in solchen Zeiten zu bestehen.Viel zu oft habe ich der Wirklichkeit die mich umgibt keine Beachtung geschenkt und mich stattdessen einfach auf der grossen Gedankenautobahn bewegt. Aber die Ausfahrt ist in Sicht und ich begebe mich in unbekanntes Terrain, abseits festgefahrenen Pfaden.

02.01.2015

Und das Ganze wieder von vorn

Da stehen wir also wieder, am Anfang eines neuen Jahres.Ganz unschuldig und leer sieht es noch aus. Doch während es bei den einen bereits bis ins Detail verplant ist, wissen andere  nicht wie sie so viel Zeit tot schlagen sollen. Aber eigentlich ist es ja egal wie man es angeht, wir können ja doch nur diesen klitzekleinen Moment, den wir Gegenwart nennen, bewusst wahrnehmen und kontrollieren. Und auch dies ist so nicht ganz richtig. Die Gegenwart ist so ein flüchtiges Ding wie Nebel so dass wir es nur schwer fassen können. Was in einem Moment noch in der Zukunft ist, ist im nächsten schon in der Vergangenheit ohne dass wir es richtig bewusst wahrnehmen können. Und so treibe ich so dahin zwischen Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit ohne es richtig fassen zu können.
Ein Weg sich diesem Thema etwas zu nähern wäre die Zen Meditation. Ich habe mich zwar etwas mit Zen beschäftigt, habe mir aber nie richtig Zeit genommen mich richtig damit zu befassen. Das wär doch mal ein Vorsatz für das neue Jahr. Doch mit Vorsätzen habe ich es auch nicht so. Also lasse ich das neue Jahr mal so auf mich zukommen und nehme es einfach so wie es kommt.
All meinen Lesern wünsche ich auch einen guten Start und viel Glück im neuen Jahr.

05.10.2014

Ein Sonntag im Herbst

Wieder einmal ein Nachtdienst an einem Sonntag und ich bin eigentlich ganz froh darum Abends arbeiten zu können.Denn heute findet der 81. Murten Gedenklauf statt.Und da hats jede Menge Trubel und Umleitungen wo man ganz schön den Kopf beieinander haben muss um nicht falsch zu fahren. Wir haben auch jede Menge Besucher in der Stadt die mit den verschiedensten Fragen vorbeikommen. Natürlich die meisten Auf Deutsch was für mich als Sensler aber kein Problem ist. Meine welschen Kollegen haben da jeweils mehr Mühe. Ich liebe es, wenn sich erwachsene Menschen mit grossen Augen vor mich hinstellen und mir ein lautes überdeutliches,"SPRECHEN SIE AUCH DEUTSCH" entgegen schmettern. Auf mein "Natürlich rede i düütsch" reagieren die meisten etwas verdattert. Am späten Nachmittag sieht man überall noch vom Lauf aufgekratzte Leute mit ihren Medaillen um den Hals die Stadt erkunden. Derweil werden die letzten Spuren dieser Massenveranstaltung getilgt und der Normalzustand der Stadt wird wieder hergestellt. Zum Schluss werden an der letzten Steigung, der Alpenstrasse noch die letzten Schweisstropfen und andere Hinterlassenschaften der erschöpften Läufer von der Strasse gewischt. Und schon erinnert nichts mehr an die viele morgentlichen Kämpfe um Zeit und Medaille.

18.08.2014

Chaoszeit

Die Meldungen überschlagen sich im Minutentakt. Krieg, Bombardierungen, Vertreibungen, Ermordungen, Folter wohin man schaut, liest und hört.Es ist praktisch nicht mehr möglich den Blick abzuwenden von all diesem Elend und Grauen das uns umgibt. Am schlimmsten ist aber das Gefühl machtlos zu sein,nur wie ein kleines Rädchen in diesem riesigen Getriebe zu drehen und dennoch nichts bewegen zu können. Wie gelähmt sitze ich vor den Medien aller Art und versuche krampfhaft irgenwie den Durchblick zu erhalten.Ich lese mich kreuz und quer durch hunderte Expertenberichte in der Hoffnung dass einer von ihnen die ultimative Wahrheit verkündet.Doch diese ultimative Wahrheit gibt es wohl nicht. Jeder muss für sich selber eine Antwort auf diese Herausforderung der heutigen Welt finden.Ich für meinen Teil habe die Antwort auf all das Chaos dieser Welt noch nicht gefunden und ich weiss nicht ob ich es je werde.Ich kann nur versuchen den Frieden welcher die Welt so dringend bräuchte,mit anderen Menschen die mich umgeben zu leben. Doch auch hier zeigt sich, dass ich auch nicht immer besser bin als alle Kriegstreiber dieser Welt. Doch ich kann versuchen in vielen kleinen täglichen Dingen die Welt besser zu machen. Ein Versuch ist es wert.